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Ein Marathon im Labor | Zusammenarbeit von ERIKS & Dynteq
Case Study

Ein Marathon im Labor | Zusammenarbeit von ERIKS & Dynteq

ERIKS
ERIKSEditorial Team

Ein Marathon im Labor | Zusammenarbeit von ERIKS & Dynteq

Das Start-up WearM.AI, ein Spin-off der Universität Twente in den Niederlanden, entwickelt einen Sensor zur Analyse von Laufbewegungen. ERIKS unterstützte Dynteq beim Co-Engineering und bei der Feinabstimmung eines Aufbaus zur Prüfung der Lebensdauer und Robustheit des Sensors. Durch die Wahl von Festo-Komponenten konnten die Softwarekosten innerhalb des verfügbaren Budgets gehalten werden.

Huawei Wang, Forscher und Gründer von WearM.AI, weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, die Ursache und Lösung von Laufverletzungen zu finden. „Ich habe alles ausprobiert: andere Schuhe getragen, meine Lauftechnik angepasst und Physiotherapeuten besucht. Der menschliche Körper ist komplex. Ich wollte etwas entwickeln, das Läuferinnen und Läufer erfasst und ihre Bewegungen aufzeichnet. Durch die Analyse von Daten zum Fußaufsatz sowie zu den Bewegungen von Hüfte, Knien und Armen können wir gezielte Empfehlungen geben. Ein Kollege entschied sich, mich auf diesem Weg zu begleiten, und innerhalb von zwei Jahren sind wir zu einem Team von sieben Personen gewachsen.“

In diesem Artikel erfahren Sie, wie ERIKS Dynteq beim Co-Engineering und bei der Feinabstimmung eines Aufbaus zur Prüfung von Sensoren unterstützt hat.

Eine neue Art, Laufbewegungen zu verstehen

WearM.AI entwickelt einen neuartigen Sensor, der Läuferinnen und Läufern hilft, ihre Bewegungen besser zu verstehen. Statt mehrere Sensoren am Körper zu verwenden, nutzt dieses System nur zwei kleine Geräte, die an den Schuhen befestigt werden. In Kombination mit intelligenten Kameras und Cloud-Technologie kann es ein vollständiges 3D-Bild der Laufbewegung erstellen und sogar die Kräfte auf die Gelenke berechnen. Diese Innovation hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten und könnte die Art verändern, wie Sportlerinnen und Sportler trainieren und Verletzungen vorbeugen.

 

"Der menschliche Körper ist komplex. Ich wollte
etwas entwickeln, das Läuferinnen und Läufer erfasst
und ihre Bewegungen aufzeichnet."

Huawei Wang
Forscher und Gründer von WearM.AI

Installation of metal and large blue hoses
Zwei Personen bedienen in einem Labor eine Prüfmaschine, an der ein Sportschuh für einen Belastungstest eingespannt ist.

Die Herausforderung

Bevor diese Technologie auf den Markt kommen kann, muss sie nachweisen, dass sie realen Bedingungen standhält. Das bedeutet, zu prüfen, wie langlebig und zuverlässig die Sensoren über Tausende von Schritten, unter hoher Belastung und in unterschiedlichen Umgebungen sind.

 

Die Lösung

Um dies zu ermöglichen, arbeitete WearM.AI mit Dynteq und ERIKS zusammen, um einen speziellen Prüfaufbau zu entwickeln. Diese Anlage simuliert die Bewegung und Belastung beim Laufen, sodass die Sensoren getestet werden können, als würden sie mehrere Marathons absolvieren, ohne das Labor zu verlassen. Das Ziel war klar: eine praktische und kosteneffiziente Lösung zu schaffen, die genaue Ergebnisse liefert und die Entwicklung beschleunigt.

Zusammenarbeit

Dynteq entwickelte den mechanischen Aufbau, während ERIKS Fachwissen bei der Auswahl der Komponenten und bei der Programmierung des Systems einbrachte. Durch die enge Zusammenarbeit mit Festo entwickelte das Team einen intelligenten und effizienten Prüfstand, der künftig erweitert werden kann, um zum Beispiel Sensoren in unterschiedlichen Klimabedingungen zu testen.

„Manchmal mussten wir tüfteln,
und wenn Detailfragen aufkamen, konnte ich
mich mit Festo austauschen, um die
beste Lösung zu finden.“

Jesse Ippel
Technischer Ingenieur - ERIKS

Three colleagues review data on a laptop during a technical discussion in a workshop environment, with one person pointing at a graph on the screen.

Ausblick

Die Serienreife des Sensors wird bis Mitte 2026 erwartet. Nach erfolgreicher Validierung plant WearM.AI die Einführung einer App, die als digitaler Coach fungiert und Läuferinnen und Läufern Echtzeit-Feedback sowie personalisierte Empfehlungen gibt, um Verletzungen vorzubeugen. Professionelle Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer sowie Sportorganisationen zeigen bereits Interesse an dieser Technologie.